Keiner kennt die Kalahari so gut wie die San, die hier über viele Jahrtausende als Jäger und Sammler gelebt haben. Ihre Lebensweise war perfekt an die herausfordernden Lebensbedingungen angepasst.
Heute ist ihnen ihre traditionelle nomadische Lebensweise weitgehend verwehrt: Die meisten Gebiete sind entweder in Privatbesitz (Landbesitz kannten die San naturgemäß überhaupt nicht) oder stehen unter Naturschutz. Zudem wurde nach der Unabhängigkeit Namibias 1990 das Prinzip der Gleichbehandlung angestrebt. Die San bekamen etwas Land, wo sie sich ansiedeln sollten, die Kinder haben Schulpflicht und viele Erwachsene suchen sich Arbeit in Städten oder im Tourismus. Das alte Wissen droht so, verloren zu gehen.
Bushman-Walks sind ein Versuch, dieses Wissen zu erhalten, weiterzugeben und damit etwas Geld zu verdienen. Für uns sind diese Walks immer wieder eine wertvolle Möglichkeit, unseren Horizont zu erweitern.
So unternahmen wir auch in der Bagatelle-Lodge, in der wir zwei sehr angenehme Tage verbrachten, einen Spaziergang mit den San. Ich bin immer wieder fasziniert von ihrer unglaublichen Naturkenntnis und der feinen, leisen Art, mit der sie durch den Busch streifen.
Das frühe Aufstehen hat sich wie immer gelohnt – auch durch die Giraffen, die wie ein Scherenschnitt auf den Dünen standen.











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