Die Kalahari ist die prägende Landschaft Botswanas: ca. 80% werden von ihr eingenommen. Sandige Dünen, Grassavanne mit Akazien und fossile Flusstäler, die in Salzpfannen münden, prägen die Landschaft.
Die einzigen Menschen, die hier dauerhaft lebten, sind die San. Für sie wurde 1961 das Central Kalahari Game Reserve gegründet, um ihre bedrohten Jagdgebiete zu erhalten.
Heute ist das „CKGR“ eines der größten Naturschutzgebiete der Welt. Wir durchquerten es in drei Tagen von Nord-Ost nach Süd-West. Übernachten kann man auf einfachen Campsites, die als einzige Infrastruktur eine Feuerstelle und im „Idealfall“ ein Plumpsklo haben. Man muss alles mitbringen incl. Wasser und Feuerholz – und alles wieder mitnehmen. Wir trafen im Park gerade einmal zwei Autos und zwischendurch mussten wir schon mal daran denken, was denn wäre, wenn das Auto streikt – so ohne Handyempfang…
Dafür erlebt man Weite und Ruhe – nichts als Geräusche der Natur. Durch die Kargheit ist die Wilddichte nicht hoch, doch am zweiten Tag wurden wir belohnt: Wir konnten eine Gruppe von vier Löwen am Wasserloch beobachten – das 2 km von unserer Campsite entfernt war. Da schauten wir am nächsten Tag erst mal, ob nicht ein Löwe neben dem Auto liegt, bevor wir aus dem Dachzelt kletterten. Allerdings machten uns andere Tiere mehr zu schaffen: Die Vögel zeigten keinerlei Scheu und wurden so aufdringlich, dass wir im Auto frühstückten.
Nach diesen drei eindrücklichen Tagen empfand ich eine Mülltonne als absoluten Luxus – von einer warmen Dusche ganz zu schweigen.















Schreibe einen Kommentar