Der Afrikanische Wildhund ist der erfolgreichste Jäger Afrikas, dennoch ist er durch Lebensraumverlust und Krankheiten wie Tollwut stark gefährdet. Man schätzt die weltweite Population auf maximal 7.000 Tiere. Hier in Kwapa lebt eines der größten Rudel Afrikas: über 50 Tiere, darunter 17 halbwüchsige Welpen.
Der Wildhund ist ein Hetzjäger: Das gesamte Rudel verfolgt sein Opfer, meist Antilopen, bis zur Erschöpfung über mehrere Kilometer und reißt es schließlich. Die Erfolgsrate liegt dabei bei 90% (bei Löwen liegt diese Rate nur bei rund 30%). Hier im Kwapa-Camp konnten wir das mehrfach erleben: die Wildhunde kamen gerannt und kurz darauf hörte man, wie ein Impala erlegt und sofort von den Rudelmitgliedern gefressen wurde.
Untereinander sind Wildhunde sehr sozial. Verletzte und kranke Tiere werden vom Rudel versorgt, solange sie der nomadischen Lebensweise folgen können. Tiere, die von Parasiten geplagt werden, sondern sich ab, bis sie diese wieder losgeworden sind, um andere Rudelmitglieder nicht anzustecken.
Ähnlich wie bei Wölfen pflanzen sich normalerweise nur Alpha-Männchen und -Weibchen fort. Der Nachwuchs wird von der Mutter gesäugt, dann aber vom gesamten Rudel versorgt. Ab einem Alter von sechs Monaten beginnen die Welpen, an der Jagd teilzunehmen.
Ein spannendes Verhalten eines Elefanten gegenüber Wildhunden konnten wir hier am Wasserloch beobachten: Obwohl Wildhunde keine Elefanten jagen, reagierte ein Elefant äußerst aufgeregt und aggressiv, als das Rudel zum Wasserloch zum Trinken kam. Die Wildhunde dagegen ließen sich kaum aus der Ruhe bringen.











Schreibe einen Kommentar